8. Januar 2017 Tabea Lettau 5Comment

Wie ich im ersten Blog-Text über die Mount Batur Tour schon angekündigt habe, ging es nach dem Trekking noch weiter. Der Besuch einer Kaffee-Plantage in Kintamani (Regierungsbezirk Bangli) bildete den zweiten Teil unseres Ausflugs. Obwohl wir zu dem Zeitpunkt schon ziemlich erschöpft waren, entpuppte sich der Zwischenstopp als interessanter Programmpunkt. Aber eines nach dem anderen.

Zum ersten Teil meines Erfahrungsberichts der Mount Batur Tour.

Ankunft an der Kaffee-Plantage

mount-batur-besteigen-kaffeeplantage-1An der Kaffee-Plantage wurden wir von einem Guide in Empfang genommen. Auf Englisch hat er uns ein paar Informationen über die Plantage und die Herstellung von Kaffee erzählt. Besonders interessant wurde es, als wir vor einem Käfig standen, in dem eine Art „Katze“ saß. Genau genommen handelte es sich dabei um einen Fleckenmusang. Und dieses kleine Tierchen produziert – ohne es zu wissen – den wohl teuersten Kaffee der Welt! Den „Kopi Luwak“ oder auch „Katzenkaffee“ genannt. Und wie du sicher vermuten kannst, wird das leider ausgenutzt. 🙁

Herstellung des „Kopi Luwak“

Ursprünglich wurde der Kopi Luwak aus den Exkrementen wilder Fleckenmusangs gewonnen. Diese ernähren sich in freier Wildbahn unter anderem von den Früchten der Kaffeepflanze. Die Katzen können jedoch nur das Fruchtfleisch verdauen, die Bohnen werden ausgeschieden. Was haben die Einheimischen also damals gemacht? Sie haben die Ausscheidungen aufgesammelt, gewaschen und geröstet! 😀 So entstand der berühmte Kopi Luwak und wird auf Bali noch immer hergestellt. Wir hatten die Möglichkeit, eine Tasse davon für umgerechnet 4,00 Euro zu probieren. Alleine aus dem Grund, dass die Katzen nicht mehr in freier Wildbahn leben, sondern in Käfigen gehalten werden, um diese Kaffeebohnen zu produzieren, habe ich mich dagegen entschieden, den Kaffee zu probieren.

Die Kaffee- und Tee-Probe

Mount Batur besteigenNachdem uns gezeigt wurde, wie die Kaffeebohnen von Hand geröstet und gemahlen werden, durften wir verschiedene Sorten Kaffee und Tee probieren. Darunter waren Vanille-Kaffee, Kokosnuss-Kaffee, Safran-Tee, Litschi-Tee oder auch heiße Schokolade. Letzteres war mein Favorit. Man hat den Unterschied zu dem obligatorischen Kakao-Pulver einfach geschmeckt. Nach der Verköstigung hatten wir noch die Möglichkeit, in dem Shop der Kaffee-Plantage Produkte zu kaufen. Ein Pärchen aus unserer Gruppe hat sogar 20 Gramm des Kopi Luwak für umgerechnet 10,00 Euro gekauft. Ich schätze, damit kann man 3 – 4 Tassen Kaffee kochen.

Daraufhin ging es erschöpft, aber glücklich zurück nach Ubud. Die Rückfahrt hat ca. 30 – 45 min gedauert. Wir wurden sogar wieder genau vor unserem Hotel abgeladen. Bei einer anderen Tour hatten wir die Erfahrung gemacht, dass der Transferbus einfach an einem zentralen Punkt in Ubud (dem Coco Supermarkt) Halt gemacht und alle rausgeschmissen hatte. Wir waren sehr froh, dass es dieses Mal anders war und wir direkt ins Bett fallen konnten.

Fazit zur gesamten Mount Batur Tour

Ich würde die Mount Batur Tour definitiv nochmal machen! Die Trekking-Erfahrung, die Aussicht auf dem Vulkan und der Besuch der Kaffee-Plantage haben den Trip abwechslungsreich und spannend gestaltet. Über ein paar kleine Patzer kann ich daher getrost hinweg sehen: zum Beispiel die extrem dreckigen Toiletten am Mount Batur und das versprochene, aber ausgebliebene Frühstück beim ersten Zwischenstopp. Wenn du den Mount Batur besteigen möchtest, solltest du dir am besten selbst ein wenig zum Knabbern und vor allem Wasser mitnehmen.

Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen: Viel Spaß bei der Tour!

5 Kommentare zu “Mein Erlebnisbericht: Den Mount Batur besteigen | Teil 2

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