26. Januar 2016 Tabea Lettau 14Comment

Da ich selbstständig bin, kann ich theoretisch und auch praktisch von überall aus arbeiten. Und genau dieses Experiment habe ich jetzt als digitaler Nomade gewagt. Am 14.01. bin ich mit zwei Freunden ins Flugzeug gestiegen. Unser Reiseziel: Bali!

Internet und Telefon auf Bali = super!

Anfängliche Skepsis und Zweifel daran, dass die Internet- und Telefonverbindung gut genug seien, sind schnell hinfällig. In fast jedem Restaurant und Unterkünften steht dir kostenfreies WLAN zur Verfügung. Trotzdem habe ich mir vor Ort zudem eine indonesische SIM-Karte von Telkomsel gekauft und diese mit Guthaben zum Telefonieren sowie Datenvolumen für mobiles Internet aufgeladen.

→ TIPP: Hier stelle ich dir übrigens Coworking Spaces und Cafés auf Bali mit gutem Internet vor.

 

Wo kannst du eine indonesische SIM-Karte kaufen?

Digitaler Nomade Bali Internet TelefonNeben Elektro- bzw. Telefon-Shops gibt es auch in größeren Supermärkten Stände, um eine indonesische SIM-Karte zu kaufen. Der Verkäufer an dem Stand zeigt dir eine Preisliste, aus der du das gewünschte Datenvolumen auswählen kann.

Tipp: Alternativ kannst du dir eine SIM-Karte auch online bei Simjek bestellen und sie wird dir kostenfrei ins Hotel gebracht – das ist super praktisch. 🙂

Indonesische SIM-Karte für mobiles Internet mit Guthaben aufladen

Ich habe 4 GB Datenvolumen gewählt, das bis jetzt nicht mal ansatzweise aufgebraucht ist. Denn in fast jedem Café / Restaurant sowie in den meisten Hotels gibt es kostenfreies Wifi. Um telefonieren zu können, musst du das Smartphone zusätzlich mit Credits aufladen lassen – hier kannst du einfach einen gewünschten Betrag in der Landeswährung wählen. Sobald deine Credits und dein Datenvolumen aufgebraucht sind, kannst du sie ebenfalls in größeren Supermärkten am Elektrostand erneut aufladen.

So checkst du den Stand deines Datenvolumens und der Credits:

  • Um den Stand der vorhandenen Credits abzurufen, wählst du: *888#
  • Um den Stand des verbliebenen Datenvolumens zu checken, wählst du: *889#
  • Tipp: Die „Billigvorwahl“ des Providers Telkomsel (Simpati) lautet: 01017

Wichtig: Das Datenvolumen verfällt nach einem Monat, wenn du es nicht erneut aufladen lässt.

Stabilität der Telefon- und Internetverbindung auf Bali

Bisher habe ich mit der Verbindung gute Erfahrungen gemacht – sogar Mails mit größeren Anhängen ließen sich bislang schnell versenden. Und auch die Telefonverbindung nach Deutschland ist klar und ohne Störungen – sowohl via Whats App oder Skype als auch über die indonesische SIM-Karte.

Kosten – mit indonesischer SIM-Karte telefonieren:

Heute habe ich ein 30-minütiges Interview mit einer Kundin aus Deutschland geführt. Mit der „Billigvorwahl“ des Providers Telkomsel (Simpati) – 01017 – habe ich 14 Cent pro Minute bezahlt. Das ist vertretbar. Mit der deutschen SIM-Karte zu telefonieren, würde irgendwann richtig ins Geld gehen, wenn man keine Auslands-Flat hat.

Telefonieren via Voice-over-IP: Alternative zur indonesischen SIM-Karte

Ein Freund, der mit mir hier her gereist ist, telefoniert über Placetel (Voice-over-IP) und ist absolut begeistert, wie gut das funktioniert. Der Vorteil ist, dass du mit diesem Tool über das Internet telefonieren kannst und dem Angerufenen die deutsche Telefonnummer angezeigt wird. Das ist also definitiv eine Option, die ich mir für das nächste Mal auch vorstellen kann. Aber Achtung: Stell vorher sicher, dass die Internetverbindung stabil genug ist!

Tipp: Um wirklich produktiv und konzentriert zu arbeiten, empfehle ich dir, einen Coworking Space auf Bali zu nutzen! Damit habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Über den Hubud Coworking Space und einen besonderen Coworking Space in Ubud habe ich bereits Erfahrungsberichte geschrieben.

Die Zeitverschiebung beachten: Deutschland und Indonesien

Texterin Tabea Lettau digitaler Nomade BaliGerade haben wir 22.00 Uhr. In Deutschland ist es 15.00 Uhr. Die sieben Stunden Zeitverschiebung muss ich für meine Telefontermine genau auf dem Schirm haben. Während in Deutschland also gerade mit der Arbeit begonnen wird, habe ich den Tag schon fast hinter mir. Mittlerweile finde ich das sogar recht entspannend. Ich kann den Tag in Ruhe mit einem Kaffee und Frühstück beginnen, währenddessen E-Mails lesen und beantworten, daraufhin Texte schreiben, zu Mittag essen und gegen Nachmittag/frühen Abend zum Smartphone greifen und telefonieren. Allein das Klima, die überaus herzlichen Menschen und das unfassbar leckere Essen senken jegliche Stressfaktoren und lassen in den gesamten Arbeitsprozess eine angenehme Ruhe einfließen. Einzig und allein die Mücken können ganz schön nerven. Aber auch das ist wohl nur Gewöhnungssache. Außerdem gibt es gutes Mückenspray von NOBITE, das mir mein Hausarzt empfohlen hat. Das ist der erste, kurze Standpunkt zum Thema „Internet und Telefon“ nach elf Tagen als digitaler Nomade auf Bali.

 

14 Kommentare zu “Als digitaler Nomade auf Bali leben: Internet und Telefon

  1. Hi Tabea,

    danke für den kurzen Einblick.
    Ich plane derzeit für Oktober- Februar und überlege wohin ich gehen soll. Bisher stehen Südindien und Ostasien zur Auswahl. Mich würde es interessieren wie hoch deine Lebenshaltungskosten sind und ob du an einem Ort bleibst und dir eine Wohnung genommen hast oder ob du weiterwandern wirst?

    1. Hey Tolga,

      freut mich, dass ich dir schon etwas helfen konnte. 🙂 Zu deiner Frage: Auf Bali kann man wirklich günstig leben, wenn man ein paar Tipps beherzigt! Schau dir gerne mal meinen Beitrag zum Thema „Unterkunft und Essen“ für einen ersten Eindruck an. Als ich auf Bali war, hatte ich mir für den ersten Monat gemeinsam mit 4 Freunden ein Haus gemietet. Das war im Endeffekt günstiger, als in Hotels zu schlafen. Zurzeit bin ich wieder in Deutschland, möchte aber unbedingt nochmal nach Bali. Schreib mir doch gerne, sobald du konkrete Pläne für deine Reise hast und weißt, ob es auch nach Bali geht. Ich kann es dir auf jeden Fall empfehlen. 🙂

      Liebe Grüße!

  2. Hi Tabea,

    deine Schilderung als digitaler Nomade ist sehr interessant und aufschlußreich. Da ich im August das erste mal nach Indonesien fliege, hätte ich eine Frage, kann man die indonesische Simcard mit jedem in Europa gekauften Smartphone nutzen? Oder welches Smartphone hattest du in Benutzung?

    1. Hey Morte,

      vielen Dank für dein Feedback! Freut mich sehr!
      Die indonesische SIM-Karte habe ich mit einem iPhone 4s genutzt. Ein Freund von mir hatte ein iPhone 5s dabei und damit war es auch kein Problem. Ich denke, die indonesischen SIM-Karten unterscheiden sich nicht von den europäischen und sollten in jedem gängigen Smartphone funktionieren.

      Ich wünsche dir ganz viel Spaß in Indonesien. Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du dich gerne melden! 🙂

      1. Hi, ich habe auf einer anderen Seite gelesen das man zum freischalten in eine Hauptfilliale des Anbieters gehen muss? Wie sind da deine Erfahrungen?
        Liebe grüße Markus

        1. Hey Markus,

          wir mussten dazu nicht zu einer Hauptfiliale des Anbieters. In großen Supermärkten gibt es meistens in der Eingangshalle eine Art „Elektro-Ecke“ (wo man auch Ladekabel etc. kaufen kann). Dort haben wir uns die SIM-Karten gekauft, aufladen lassen und auch freischalten lassen. 🙂
          Hoffe, ich konnte dir weiterhelfen?

          Liebe Grüße
          Tabea

  3. Hallo,
    Danke für die Infos, sie haben mir sehr weitergeholfen. Nur eine – wahrscheinlich ziemlich doofe – Frage: Solange ich diese indonesische SIM-Karte benutze, habe ich doch dann auch eine indonesische Mobilfunknummer, oder? Meinen Kontakten (zumindest den wichtigsten) muss ich dann ja Bescheid sagen …
    Viele Grüße
    Astrid

    1. Hallo Astrid,
      freut mich, dass ich mit dem Artikel helfen konnte. 🙂 Und genau: Nutzt man eine indonesische SIM-Karte hat man auch eine indonesische Mobilfunknummer. Für inländische Telefonate und lokales Datenvolumen für Internet ist das wirklich super praktisch. Wenn ich jemanden in Deutschland anrufe, nutze ich mittlerweile jedoch nur noch Voice-over-IP-Anbieter (z. B. zipgate oder Placetel).
      Liebe Grüße
      Tabea

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