6. Februar 2016 Tabea Lettau 4Comment

Zum Essen in Ubud fallen mir auf Anhieb drei Stichworte ein: lecker, günstig und gesund! Während es in Deutschland im Durchschnitt normal ist, viele Brot- und Milchprodukte zu konsumieren, lernst du hier die unglaublich schmackhafte Vielfalt an Obst und Gemüse kennen. Und natürlich steht auch Reis ganz oben auf der Liste. Ich habe das Gefühl, dass es mir körperlich wesentlich besser geht, seit wir hier sind. Die indonesischen Mahlzeiten sind gut bekömmlich, machen satt und liegen nicht zu schwer im Magen.

Das Essen in Ubud – Veggies and Vegans welcome

Essen in Ubud: für Vegetarier und Veganer ein Paradies
Essen in Ubud: Für Vegetarier und Veganer ein Paradies!

Besonders für Vegetarier und Veganer ist Ubud ein echtes Paradies. Tempeh (Sojaprodukt) und Tofu gibt es in nahezu jedem Warung oder Restaurant. Natürlich in abwechslungsreicher Kombination mit Gemüse, Reis und Salat. Ein typisch indonesisches Gericht ist beispielsweise Gado Gado. Dabei handelt es sich um gekochtes, blanchiertes oder gedünstetes Gemüse mit gebratenem Tempeh oder Tofu und Reis. Das Highlight bei diesem Gericht ist die Erdnuss-Sauce. Als ich dieses Gericht zum ersten Mal gekostet habe, hat mein Gaumen wahre Freudensprünge gemacht! Probiere Gado-Gado unbedingt, wenn du auf Bali bist. 🙂

Ebenso sind frische Säfte ein absolutes Muss. Bali ist mit einer exotischen Obst-Vielfalt gesegnet, die ich nicht mehr missen mag. Ob Mango, Papaya, Wassermelone, Drachenfrucht oder auch Sternfrucht – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es gibt sogar einen Avocado-Schoko-Saft. Das klingt sehr speziell, schmeckt aber überraschend lecker und ersetzt fast schon eine Mahlzeit, weil der Saft sehr sättigend ist.

Was kostet das Essen in Ubud?

Wie in jedem Land, gibt es natürlich auch hier „von … bis …“. Generell gilt Ubud jedoch als hochpreisiger als andere Gebiete auf Bali. In kleineren Warungs und Restaurants in Ubud bewegen sich die Preise für beispielsweise Nasi Goreng zwischen 15.000 und 45.000 IDR. Das sind umgerechnet ca. 1,00 – 3,00 € (Stand: Januar 2016).

Essen an der Straße

Es geht aber sogar noch günstiger, wenn man sich Essen „an der Straße“ holt. Ob Ubud, Sanur oder Canggu – um richtig günstig zu essen, musst du dich in der Regel etwas außerhalb des Zentrums umschauen. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, ist mitunter das Leckerste: An manchen Häusern stehen verglaste Vitrinen mit Schalen, in denen verschiedene Beilagen liegen. Hier kannst du dir selbst dein Essen zusammenstellen. Je nachdem, bekommst du eine große Mahlzeit sogar schon ab 8.000 IDR, also ca. 0,50 € (Stand: Januar 2016).

Fancy Restaurants mit europäischen Preisen

Essen in Ubud
Die Rechnung eines ausgiebigen Mittagessens für vier Personen in einem „teureren“ Lokal: umgerechnet pro Person ca. 6,30€ inkl. Getränke.

In etwas teureren Restaurants kannst du für ein Gericht locker mal 80.000 – 120.000 IDR, also ca. 5,30 – 8,00 €, (Stand: Januar 2016) ausgeben. Sicher gibt es auch noch hochpreisigere Restaurants, die ich bislang aber nicht besucht habe, denn ich finde die lokalen Warungs viel ansprechender. Das mitunter teuerste Gericht im Preis-Leistungs-Verhältnis, das ich bis jetzt entdeckt habe, war eine kleine (!) Portion Crème brûlée für schlappe 110.000 IDR (ca. 7,30€).

Frische Säfte vs. Alkohol

Säfte, die aus einer einzigen Frucht hergestellt sind, bekommt man in Restaurants und Warungs für rund 15.000 – 30.000 IDR, als0 1,00 – 2,00 € (Stand: Januar 2016) – an der Straße sogar schon ab 5.000 IDR. Gemixte Säfte aus verschiedenen Früchten sind manchmal etwas teurer. Auf Softgetränke wie Cola, Fanta oder Sprite, habe ich nicht sehr geachtet. Ich meine aber in Erinnerung zu haben, dass sich der Preis um 15.000 – 25.000 IDR bewegt.

Alkohol ist auf Bali vergleichsweise (!) teuer bzw. kommt europäischen Preisen nahe – zumindest den Preisen der ländlichen Gebiete. Für ein kleines Bier (0,25 l) bezahlst du zwischen 25.000 und 40.000 IDR, also 1,70 – 2,70 €. Cocktails kosten meistens ab 60.000 IDR (ca. 4,20 €) aufsteigend (Stand: Januar 2016).

Steuern ohne System

In manchen Restaurants werden übrigens zusätzlich Steuern berechnet. Komischerweise gibt es dafür aber keinen Richtwert. Mal sind es 15%, mal 21% oder auch 16% – ich erkenne dabei kein Konzept. Alles in allem ist Bali bzw. Ubud günstig, was die kulinarische Verpflegung angeht – sofern du nicht die „fancy Restaurants“ in der Touristen-Zone bevorzugst, sondern die kleinen, liebevollen Warungs.

Eines noch: die Sache mit dem Zucker

Falls du nicht auf süß stehst, solltest du daran denken, den Zucker bei Getränken separat zu ordern. Die Balinesen lieben Zucker! Wenn du also den reinen Saft der Früchte ohne zusätzlichen Zucker trinken möchtest, solltest du das bei der Bestellung äußern. Das gilt sogar teilweise auch für Kaffee – sofern du nicht in einem modernen Hipster-Café sitzt. 😉

Übrigens: Der traditionelle Kaffee auf Bali ist anders, als wir ihn aus Europa kennen. Hier wird Kaffeepulver in eine Tasse gegeben und mit heißem Wasser aufgegossen. Bevor du den Kaffee trinken kannst, musst du warten, bis sich das Pulver auf dem Grund der Tasse abgesetzt hat.

4 Kommentare zu “Als digitaler Nomade auf Bali leben: Essen in Ubud

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